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Den Finanzierungsengpass meistern

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MvH

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Den Finanzierungsengpass meistern – Im Gespräch mit Martin von Hirschhausen

In vielen Unternehmen sorgen nicht realisierte Umsätze oder ausfallende Forderungen für akute Finanzierungslücken. Unser Partner Arne Klein sprach mit unserem Companion Martin von Hirschhausen darüber, wie man Liquiditätsengpässe auflöst.

Martin von Hirschhausen ist ein Finanzexperte durch und durch:
• Hat das Firmenkundengeschäft von der Pike auf gelernt
• War Direktor Firmenkunden bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank
• Betreute deutsche Mittelständler als Vorstand der A/S Vereinsbank in Riga
• War Vorstand bei Family Offices und Privatbanken wie Schröder
• Begleitet mit seinem eigenen Unternehmen seit Jahren Familienunternehmen in Finanz-, Vermögens- und Nachfolgefragen

Der Druck auf den Mittelstand wächst

Seit Jahren sprechen wir bei K‘UP über die strategische Komplexität, mit der Mittelständler konfrontiert sind: Rohstoffprobleme, Preissteigerungen, Inflation, Nachfragerückgang, Nachhaltigkeitsauflagen, Personalmangel. Und als wäre das nicht genug, kommen verstärkt Energiekostenanstieg, Exportzölle und chinesische Überkapazitäten hinzu.

Die Zahlen spiegeln die Realität:
• Das BIP wuchs 2025 um nur 0,1 %
• Ein Viertel aller Unternehmen plant Stellenabbau
• Die Insolvenzen stiegen 2025 um +8 % – ein Zehnjahreshoch
• Die Bundeswirtschaftsministerin senkt ihre Konjunkturprognose auf 1 %

Branchen mit den größten Finanzierungsschwierigkeiten:
Bauwirtschaft und Immobilien: Hohe Zinsen, gestiegene Baukosten, rückläufige Nachfrage
Industrie mit hohem Energieverbrauch (Maschinenbau, Chemie): Hohe Energiepreise, ESG-Anforderungen, sinkende Margen
Handel und Konsumgüter: Inflation, Konsumzurückhaltung, Umsatzrückgang
Start-ups und wachstumsstarke KMU: Rückgang von Venture Capital, restriktive Kreditvergabe

Ursachen
Warum geht es so vielen Unternehmen finanziell schlecht?

Strukturelle Defizite:
• Verschlafene Digitalisierung – besonders im Vertrieb
• Silokulturen, die kaum agil auf Krisen reagieren
• Fixe Überkapazitäten nach absatzstarken Jahren
• Fehlende Bereitschaft, KI und neue Technologien als Chance zum Geschäftsmodellwandel zu begreifen

Mangelnde Finanzkompetenz:
• Gute Zeiten führten zu Bequemlichkeit im Bankkontakt
• Zweite Finanzierungsquellen wurden selten aufgebaut

Allgemeine Ursachen:
• Strengere Bankenregulierung (Basel IV)
• Zinsanstieg und Abwertung von Sicherheiten
• Komplexe, bürokratische Förderprogramme

Akute Lösungen

Drei Sofortmaßnahmen, um eine akute Liquiditätslücke zu überbrücken:

1. Liquiditätsstatus ermitteln (Cash-Flow-Planung)
• Tagesgenaue Übersicht aller Ein- und Auszahlungen
• Priorisierung: Welche Ausgaben sind unvermeidbar, welche verschiebbar?

2. Zahlungsausgänge strecken, Zahlungseingänge beschleunigen
• Mit Lieferanten verhandeln, Zahlungsziele verlängern
• Nicht-essenzielle Ausgaben stoppen
• Forderungsmanagement aktivieren: Mahnwesen, Skonto, Factoring

3. Staatliche oder externe Hilfen prüfen
• Kurzfristige Kredite oder KfW-Programme
• Steuerstundungen, Kurzarbeitergeld

Mittelfristige Lösungen:

Vier Strategien, um Refinanzierung nachhaltig zu sichern:

1. Frühzeitige Kommunikation mit Kapitalgebern
• Proaktive Gespräche mit Banken und Investoren
• Offenlegung von Geschäftsmodell und Risikostrategie
• Anpassung von Covenants, Beantragung von Betriebsmittelkrediten
• Alternative Instrumente: Gesellschafterdarlehen, Sale-and-Lease-Back, Eigenkapitalerhöhungen

2. Kostenstruktur optimieren & Rating verbessern
• Fixkosten senken, Prozesse effizienter gestalten, Outsourcing prüfen
• Bilanzoptimierung und transparente ESG-Strategie

3. Finanzierungsquellen diversifizieren
• Leasing, Factoring, Mezzanine-Kapital, Crowdfunding
• Fördermittel gezielt nutzen – idealerweise mit Beratung

4. Rollierende Liquiditätsplanung & Stresstests
• Vorausschauende 13-Wochen-Planung
• Frühwarnsysteme und Szenarien („Worst Case“)
• Diversifizierung der Einnahmequellen

Fazit: Es ist genügend Geld im Markt. Sichere es dir rechtzeitig, solange du kannst.

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